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Die erste Phase der Mediation …

… ist die „Einführung“. Spätestens jetzt sind alle Konfliktbeteiligten anwesend. Grundlagen werden geklärt, alle an der Mediation Beteiligten  lernen sich kennen und erklären ihre Bereitschaft, an der Mediation teilzunehmen. Der Mediator erklärt die Regeln, das Vorgehen sowie die Prinzipien der Mediation.


Bei der zweiten Phase der Mediation …

…  haben die Konfliktparteien nacheinander ausreichend Zeit, durch die „Konfliktschilderung“ ihre Sicht des Konfliktes darzustellen. Wichtig ist dabei, dass die vereinbarten Regeln eingehalten werden. Hierbei wird schnell deutlich, dass es bei einem Konflikt immer mindestens zwei Sichtweisen gibt. Der Mediator „spiegelt“ die Aussagen, fragt nach, bittet zu konkretisieren und hilft dabei, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede in den Positionen herauszuarbeiten.


Die dritte Phase der Mediation …

… dient der „Konflikterhellung“. Die Hintergründe des Konfliktes, die Interessen, Gefühle, Bedürfnisse und Werte der Konfliktparteien werden mittels Fragen des Mediators verdeutlicht. In dieser Phase bekommen die Medianden die Gelegenheit, bei sich selbst und auch bei der anderen Konfliktpartei das sich im Verborgenen befindende (Eisbergmodell) zu erkennen. Erfahrungsgemäß ist diese Phase die wichtigste und intensivste.


In der vierten Phase der Mediation …
… geht es um die „Lösungssuche“. Die Konfliktparteien entwickeln unterstützt durch den Mediator eigene Lösungsvorschläge. Verschiedene Lösungsideen werden gesammelt, können diskutiert und ihre Tragfähigkeit eingeschätzt werden.


Bei der abschließenden fünften Phase der Mediation …
… werden die Lösungsideen in eine von beiden Konfliktparteien überprüfbare „Vereinbarung“ gefasst. Es wird geklärt, wer was wann, wie und wo macht. Der Mediator bringt die Vereinbarung zu Papier und die Konfliktparteien unterschreiben. Ein Folgetermin nach einer zu bestimmenden Zeitspanne (z. B. drei Monate) wird vereinbart.